Preisverleihung des Schülerwettbewerbs 2017 des Hessischen Landtags und der Landeszentrale für politische Bildung

Am Donnerstag, dem 20. April 2017, fand die Preisverleihung des diesjährigen Schülerwettbewerbs im Hessischen Landtag statt. Unter dem Motto „Hessen, die Emilia Romagna und die Friedensschule Monte Sole“ hatten SchülerInnen in ganz Hessen die verschiedensten Projekte und Arbeiten entwickelt.

Nach einer musikalischen Einführung durch die Big-Band der Elly-Heuss-Schule begrüßte Herr Landtagspräsident Kartmann zunächst die PreisträgerInnen sowie deren LehrerInnen. Diese hatten die Arbeit der SchülerInnen begleitet und erhielten am Ende der Veranstaltung – von Präsident Kartmann auf die Bühne gebeten – von ihren „Schützlingen“ dafür den lautesten und längsten Applaus des Tages.

Im Verlauf der Veranstaltung wurde den SchülerInnen von Landtagspräsident Kartmann, dem ständigen stellv. Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Herrn Jürgen Kerber, sowie vom Vorsitzenden des Kuratoriums der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Michael Siebel, eine Urkunde und ein Preis für ihre Projekte überreicht. An der Veranstaltung nahmen weitere Landtagsabgeordnete teil, die den PreisträgerInnen ihren Glückwunsch übermittelten.

Das „Themenland“ Italien wurde von Frau Francesca Romana Facchini, Vizekonsulin und Stellv. Leiterin des italienischen Generalkonsulats in Frankfurt vertreten. Die „ersten“ Preisträger erhielten als Belohnung für ihre Arbeiten eine Studienreise in die Emilia-Romagna zur Friedenschule Monte Sole.

Der Fotograf machte Fotos während die SchülerInnen auf der Bühne standen und ihre Urkunden entgegennahmen. Ich notierte mir dann, welches Foto zu welchem „Bühnenbild“ gehörte. Mit Hilfe dieser Notizen konnte ich dann jeder Schule ihr jeweiliges Foto von ihren PreisträgerInnen schicken.

Zusammengefasst: Der Schülerwettbewerb war wieder ein voller Erfolg! Für Teilnehmer, Helfer und Veranstalter!

 

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Ein „extrem“ gutes Seminar in Altenkirchen – 3. FSJ-P Seminar vom 13.2.-17.2. in Altenkirchen zum Thema „Extremismus“

Man spricht dieser Tage immer wieder von einem Rechtsruck, der durch Europa geht. Rechtsradikale Parteien wie der „Front Nationale“ oder die „AfD“ haben in den vergangenen Jahren an politischem Gewicht gewonnen und stellen unsere liberale, offene Gesellschaft und die politische Debatte mit ihren extremistischen Programmen unter Druck und auf die Probe.

Unsere Seminargruppe hat sich die Frage gestellt, wie man diesem „Rechtsruck“ entgegenwirken kann und daher für unser drittes FSJ-P Seminar vom 13.2.-17.2. in Altenkirchen das Thema „Extremismus“ ausgewählt.

Wir beschäftigten uns mit Definitionen des Verfassungsschutzes von linkem und rechtem Radikal-/ und Extremismus. Zudem analysierten wir die, den Strömungen zugrunde liegenden, Ideologien und Symbole. Grundlegend konnten wir feststellen, dass sich Links-/ und Rechtsextreme in ihrer Zielsetzung zwar stark unterscheiden, die Wahl der Mittel zum Erreichen ihrer Ziele sich jedoch stark ähneln: absolute Bereitschaft zur Gewalt, die Totalität im Führungsanspruch und der Umgang mit Andersdenkenden.

Ich hatte mich vergangenes Seminar für das Vorbereitungsteam gemeldet und bereitete daher eine Einheit zum Thema Rechtsextremismus vor.

In Kleingruppen setzten wir uns mit verschiedenen Problematiken auseinander, z.B. mit dem V-Mann-Dilemma. Einerseits ist der Staat angewiesen auf direkte Quellen und deren Informationen aus der Szene, andererseits wird und wurde die rechte Szene auch dank jener Gelder für diese Informationen so stark wie sie heute ist.

Im Zusammenhang mit diesem Thema beleuchteten wir verschiedene Bereiche des NSU-Komplexes und schauten dazu eine Folge der Kabarettsendung „Die Anstalt“.

Der Höhepunkt des Seminars war der Besuch eines Aussteigers aus der rechtsextremen Szene. Er wurde begleitet von zwei Mitarbeiterinnen aus seinem Ausstiegsprogramm und erzählte uns stundenlang von seinem gleitenden Beitritt in eine rechtsradikale Gruppe, seinen dortigen Aufgaben und Tätigkeiten und seinem abrupten Ausstieg aus der Szene.

Er ist der Auffassung, dass „die Gesellschaft sehr kalt geworden sei“ und, dass es unheimlich einfach sei, junge frustrierte Menschen, die für sich keine Perspektive sehen und nicht wissen wo sie dazugehören, anzuwerben und zu radikalisieren. Höchstinteressant fand ich die Aussage, dass es völlig egal gewesen sei ob eine rechts-/ oder linksextreme Gruppe ihn damals angeworben hätte, wichtig sei nur gewesen, dass er irgendwo dazugehört und, dass er seinen Frust in Form von Gewalt loswerden konnte.

Im Anschluss an dieses Gespräch wurde uns klar, dass man den Extremismus am besten dort bekämpft wo er noch gar nicht entstanden ist. Offensichtlich finden sich die Hauptgründe für die Radikalisierung junger Menschen in deren sozialem Umfeld: Häusliche Gewalt, Mobbing, Diskriminierung etc. sorgen für ein fehlendes Zugehörigkeitsgefühl. Das daraus resultierende Gefühl der „Leere“ bewegt viele Jugendliche zum (meist völlig „unideologischem“) Eintritt in radikale Kreise. Nur wenn wir es schaffen diese „Leere“ durch ein stabiles, soziales Fundament zu füllen, können wir dafür sorgen, dass extremistisches Gedankengut keinen Platz in den Köpfen unserer Gesellschaft findet.

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Eine „Wolke“ für die Bildung – Teil 2

Am vergangenen Wochenende war es soweit. Auf der 3. Sitzung der von der Präsidentenkonferenz der Landesparlamente eingesetzten Arbeitsgruppe „Jugendprojekte in Landesparlamenten“ in Linz, Oberösterreich, wurde die „Bildungscloud“ durch den Direktor beim Hessischen Landtag, Peter von Unruh, und die Kollegen Hubert Müller und Susanne Baier vorgestellt und präsentiert. Die Datenbank, die mittlerweile mit fast 50 „Best-Practice-Modellen“ der Bildungsangebote und den dazugehörigen Dokumenten und Links gefüllt ist, stieß auf große Begeisterung. Sie fand allgemeine, positive Zustimmung.

In der Vorbereitung für die Sitzung übernahm ich in den letzten Monaten mit der Kollegin Andrea Mitteldorf die Aufgabe, die Datenbank zu füllen. Zudem erstellte ich einige Listen und Übersichten, die die Entwicklung und den Stand der „Bildungscloud“ veranschaulichten.

Nachdem sich zuletzt die österreichischen Landesparlamente dem Projekt angeschlossen hatten, erklärte jetzt auch die Züricher Kantonsverwaltung, dass sie Interesse an einer Kooperation und Beteiligung an dem Projekt habe. Für uns ein gutes Zeichen. Unsere Wolke wächst und füllt sich mit Daten und Informationen und wirft seinen Schatten nun also auch auf die Schweiz.

Zusammengefasst: Unser Bereich Politische Bildung, Besucherdienst und Publikationen war in den letzten Monaten einem steten und starken Informationsregen ausgesetzt. Durch gute, konstruktive Arbeit haben wir diesen Regen in einen Informationsfluss umgewandelt, dessen Ausläufer sich nun durch alle deutschsprachigen Länder Mitteleuropas ziehen. Dieser Fluss bietet jedem, der nach Informationen bezüglich Jugendprojekten in Landesparlamenten dürstet, einen geregelten Zugang und wird hoffentlich jeden bildungspolitischen Durst stillen.

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Meine Zeit im Parlamentsbereich – „Mehrheit ist Wahrheit?“

Vergangenen Monat verbrachte ich insgesamt drei Wochen im Parlamentsbereich. Ich wurde von den Kollegen offen und herzlich empfangen und direkt in ihre Arbeit eingebunden. Am ersten Tag bekam ich einen Fragebogen den ich abarbeiten konnte, wenn keine konkreten Arbeiten anstanden. Eine dieser Fragen beschäftigte mich besonders während der drei Wochen: „Mehrheit ist Wahrheit?“ Auf den ersten Blick schien es mir logisch, dass in einem demokratischen System die Wahrheit durch die Mehrheit legitimiert wird.

Ich besuchte Fraktionssitzungen von Regierungs- und Oppositionsfraktionen, verschiedene Ausschüsse und den NSU-Untersuchungsausschuss. Während der Plenarwoche konnte ich den öffentlichen Parlamentsbetrieb hautnah im Plenarsaal miterleben. Gleichzeitig konnte ich hinter die Kulissen schauen, war in die Vorbereitungen eingebunden und lernte den parlamentarischen Betrieb insgesamt kennen.

Je länger ich über die Frage „Mehrheit ist Wahrheit?“ nachdachte, desto mehr begann ich mit meiner anfänglichen Schlussfolgerung zu hadern. Sollte die Demokratie nicht gerade den Anspruch haben keine Wahrheit zu kennen, bzw. vorzugeben? Denn wo Mehrheit herrscht, wird immer auch eine Minderheit beherrscht. Diktaturen und Monarchien sämtlicher Epochen stützten ihren Herrschaftsanspruch darauf, eine allgemeingültige Wahrheit zu kennen bzw. vorgeben zu können. Wir sollten es doch mittlerweile eigentlich besser wissen?

Ich kam zu dem Schluss, dass die Demokratie den Anspruch der endlosen Wahrheitssuche haben muss um sich ihre Legitimation nicht selber abzusprechen.

Nochmal ein Dankeschön an die Kollegen aus dem Parlamentsbereich für die gute Zusammenarbeit und für die spannende und kontroverse Frage!

Foto: UN, Instagram

Foto: UN, Instagram

 

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Fachtagung der Historischen Kommission am 17. und 18. November

Unter dem Motto „Hesse ist… wer Hesse sein will“ fand am 17. und 18. November die Fachtagung der Historischen Kommission in Hessen statt. Nach einer Begrüßung durch den Ministerpräsidenten Volker Bouffier sowie durch Landtagspräsident Norbert Kartmann begannen die Referenten Prof. Dr. Nonn und Prof. Dr. van Laak um 14 Uhr mit ihren Vorträgen zum Thema „Identitätsbildende Akteure und Institutionen auf Landesebene“.

Landtagspräsident Kartmann und Ministerpräsident Bouffier im Plenarsaal, Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei, H. Heibel

Landtagspräsident Kartmann und Ministerpräsident Bouffier im Plenarsaal, Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei, H. Heibel

Nach einer kurzen Kaffeepause eröffneten die Referenten Prof. Dr. Löffler und Prof. Dr. Speitkamp die zweite Sektion der Tagung mit Vorträgen zur „Erinnerungspolitik und Geschichtsschreibung auf Landesebene“.

Fachtagung „70 Jahre Hessen“ - Prof. Dr. Dirk van Laak, Prof. Dr. Winfried Speitkamp; Prof. Dr. Eckart Conze; Landtagspräsident Norbert Kartmann; Prof. Dr. Christoph Cornelißen - Foto Hessischer Landtag, Kanzlei, H. Heibel

Fachtagung „70 Jahre Hessen“ – Prof. Dr. Dirk van Laak, Prof. Dr. Winfried Speitkamp; Prof. Dr. Eckart Conze; Landtagspräsident Norbert Kartmann; Prof. Dr. Christoph Cornelißen – Foto Hessischer Landtag, Kanzlei, H. Heibel

Am Freitagmorgen begann die letzte Sektion der Tagung. Prof. Dr. Mergel und Prof. Dr.  Cornelißen referierten zu den Themen „Wahlkampf, Länderparlamente und politische Kultur“.

Die Veranstaltung endete mit kurzen Ausblicken auf die Forschungslandschaft von Dr. Andreas Hedwig, auf die Bildungslandschaft von Prof. Dr. Vadim Oswalt und auf die Medienlandschaft von Hans Sarkowicz. Nach einer letzten Diskussion verabschiedete der Präsident die Referenten und Teilnehmer.

In den beiden Tagen hatte ich grundlegend zwei Aufgaben. Zum einen sollte ich die Namen derer notieren, die sich während der Diskussionsrunden beteiligten und an die Stenografen weitergeben.

Meine andere Aufgabe bestand darin, den Referenten bzw. Rednern „das Wasser zu reichen“. Natürlich nicht im intellektuellen Sinn, aber zumindest im praktischen.

Der geplanten Professur für Landesgeschichte an der Universität in Marburg sahen Historiker und Politiker in der Diskussion mit großer Freude aber auch Erwartung entgegen.

Landtagspräsident Kartmann am Rednerpult des Plenarsaals, Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei, H. Heibel

Landtagspräsident Kartmann am Rednerpult des Plenarsaals, Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei, H. Heibel

Aufgrund der verschiedenen Schwerpunktsetzung und Betrachtung von Politik und Wissenschaft verliefen die Diskussionen um die geschichtlichen Zusammenhänge und politischen Entwicklungen zwischen dem an den Debatten sehr aktiv beteiligten Landtagspräsidenten und den Historikern recht lebhaft.

Allerdings waren sich am Ende der Tagung beide einig, Politik und Wissenschaft, dass die guten Impulse die in den Vorträgen und in den Debatten auf den Tisch gekommen waren nun nicht versickern dürfen, sondern weiter beackert werden sollen.

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Meine erste Woche im „Hexenkessel“

In der Woche vom 10.-14. Oktober fand meine erste Seminarwoche der Seminargruppe 2 in Kürten statt. Zusammen mit den Freiwilligen der Landtagsfraktion, Adam und Theresa,  traten wir am Montagmittag die Reise zu unserer von Pferden und Gänsen umgebenen Tagungsstätte, dem Landgut Breibach an.

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Wir haben tagelang, manchmal bis spät in die Nacht, über verschiedenste Themen diskutiert, von G8 und G9 über die internationale Fleischproduktion bis hin zum Syrien- und Ukraine-Konflikt.

Einige berichteten uns ausführlich von ihrer Ruanda-Reise, die Teil ihres freiwilligen Jahres ist. Zusammen mit meinen Kollegen von der Landtagsfraktion stellten wir der Gruppe den Landtag vor. Ich begann mit einer „Führung“ durch das Schloss mit Hilfe eines Blindenplans und Fotos der historischen Räumlichkeiten und des Plenarsaalgebäudes. Angekommen im Plenarsaal übernahmen Adam und Theresa das Ruder und stellten den politischen Landtag und anschließend ihre Referate vor.

Zudem lag ein wichtiger Schwerpunkt bei der Selbstorganisation, vom Einkaufen übers Kochen bis zur Vorbereitung der kommenden Seminare. Wir müssen alles selbst in die Hand nehmen.

Man könnte sagen, dass das Seminar, die vielen Gespräche, die ich geführt und die Spiele die wir gespielt haben, wie ein guter Schuss Spiritus auf mein persönliches Feuer waren.

„Denn das Wichtigste ist, dass das Feuer nicht aufhört zu brennen. Denn sonst wird es ganz bitterlich kalt. Ja, die Flammen im Herzen, die sind durch nichts zu ersetzen. Darum halt sie am Laufen mit aller Gewalt.“

Diese Zeilen stammen aus dem Lied „Feuer“ von Jan Delay und ich glaube, er hat Recht mit dem was er sagt. Jeder Mensch hat irgendetwas wofür er brennt, was ihn antreibt oder worauf er hinarbeitet. Es ist der Wille zu leben und das Leben zu gestalten.

Diesen Willen, ja beinahe Gier nach Änderung, Umgestaltung und Umkrempelung habe ich während der Seminarwoche bei jedem erfahren.

Wofür brennen Sie?

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Studierende erleben den Hessischen Landtag – Praxisorientiertes Seminar für Lehramtsstudierende in der Didaktik der Sozialwissenschaften der Universität Gießen – Auftakt am 24. Oktober 2016

Rund um den Hessischen Landtag und seine Angebote dreht sich im beginnenden Wintersemester 2016/17 alles in einem Seminar für Lehramtsstudierende am Fachbereich 03 – Sozial- und Kulturwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Ziel des Seminares im Teilgebiet Didaktik der Sozialwissenschaften ist es, die vielfältigen Angebote des Hessischen Landtages für Besuchergruppen aller Altersstufen kennenzulernen und kritisch zu beurteilen.

„Ziel dieses praxisorientierten Vorgehens ist forschendes Lernen“, sagt Dozent Uwe Gerhard, selbst Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Schulpädagogik, Elementarausbildung und Didaktik der Sozialwissenschaften der JLU.

Die Forschungsergebnisse sollen dazu dienen, das Besucherangebot des Hessischen Landtags zu evaluieren und ggf. zu verbessern.

Bei der Auftaktveranstaltung am Montag den 24. Oktober besuchte ich mit dem Direktor des Hessischen Landtags Peter v. Unruh und Frau Baier aus dem Bereich Politische Bildung die Universität in Gießen um den Studierenden einen Einblick in die Verwaltungsstruktur, den Aufbau und die organisatorischen Fragen des Landtags zu geben. Im Anschluss an seinen Vortrag stand der Direktor den Studierenden während einer Diskussionsrunde Rede und Antwort.

Am 24. Januar 2017 werden die Studierenden dann einen Tag lang gemeinsam zu Gast im Hessischen Landtag sein und dort bereits über erste Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten berichten.

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Der Tag der offenen Tür am 24. September

Anlässlich des Tags der offenen Tür lud der Hessische Landtag am vergangenen Samstag Bürgerinnen und Bürger in das Plenarsaalgebäude und das Stadtschloss ein.

Das Team vom Bereich Politische Bildung, Besucherdienst und Publikationen zusammen mit den Gästeführern

Das Team vom Bereich Politische Bildung, Besucherdienst und Publikationen zusammen mit den Gästeführern

Unser Stand befand sich im 1. Stock des Plenarsaalgebäudes zusammen mit den Informationsständen der Landtagsfraktionen. Zudem hatten wir im Musiksaal den Eingangsbereich „eingezäunt“, sodass ich beim Start einer Führung, etwa alle 10 Minuten, lediglich eine Absperrung öffnen musste, damit eine Besuchergruppe aus dem „Gatter“ strömen und die Führung beginnen konnte. Zuvor musste ich die Besucher natürlich auf unser Angebot, eine kostenlose Führung ohne Anmeldung durch das Schloss zu erhalten, aufmerksam machen. Des Weiteren zählte ich die Gruppen ab, notierte die Anzahl und verabschiedete die Besucher, wenn sie von der Führung mit einem der Gästeführer wieder zurückkehrten.

Unser "Gatter"

Unser „Gatter“

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens unseres Bundeslandes, des Landtags und unserer Verfassung wurden die Gäste im Musiksaal zunächst darauf hingewiesen, dass dieser ab 1946 als erster Plenarsaal des Hessischen Landtags genutzt wurde. Im Wintergarten des Schlosses wurde außerdem die Blindenführung angesprochen, die Sehbehinderte beispielsweise mit Hilfe eines Tastplans machen können.

Persönlich gefreut hat mich, dass ich auf dem Flügel im Musiksaal spielen durfte. Ein sehr schönes Klavier in einer noch schöneren Umgebung. Der Herzog wäre sicher stolz auf mich!

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FSJ-P Auftaktveranstaltung der IJGD in Köln

„Die Bahn macht mobil.“ Das mag prinzipiell so stimmen, jedoch bedeutet DB-Mobilität leider zu oft, dass man sich am Bahngleis die Beine in den Bauch steht. So erging es mir am vergangenen Donnerstagabend am Kölner Hauptbahnhof, als ich nach der Auftaktveranstaltung für das FSJ-P die Heimreise antreten wollte. Die Bahn ließ eine Stunde auf sich warten, für mich genug Zeit, um mich noch einmal an das Erlebte des Tages zu erinnern.

Ich habe viele freundliche, politische und engagierte Menschen kennengelernt mit denen ich, obwohl ich sie alle zum ersten Mal gesehen habe, unmittelbar sehr interessante Gespräche führen konnte. Zum Beispiel mit einer Freiwilligen aus der Landtagskanzlei in NRW, die dort ganz ähnliche Aufgaben hat wie ich im Hessischen Landtag.

Anwesend waren zudem ehemalige FSJ-P’ler, die uns zum Beispiel von den fünftägigen Seminaren berichteten, die insgesamt vier Mal während des FSJ stattfinden. Neben musikalischen Beiträgen, gab es auch einige ehemalige FSJ-P’ler, die uns sehr gut vermitteln konnten, was das FSJ für sie persönlich bedeutet hat und wie es ihren weiteren Lebensweg bereitet hat.

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Ich habe mit Fragen und Ungewissheit morgens den Bahnsteig in Köln betreten. Nach der einstündigen Mobilitätspause der Bahn am Abend, bestieg ich dann endlich den Zug; im Gepäck: ein Werbekalender der IJGD, Antworten auf meine Fragen und die Gewissheit, dass ich mit der Entscheidung für das FSJ-P, das Richtige getan habe.

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Eine „Wolke“ für die Bildung / Datenbank für Jugendbildungsprojekte der Landtage

Ein Mensch wird nicht als Demokrat geboren. Demokratie ist nicht einfach und dennoch müssen wir alle lernen uns wie aufgeklärte Demokraten zu verhalten. Das ist der Anspruch, den das Grundgesetz an uns stellt.

Doch wie kann man das: Demokratie lernen? Der Hessische Landtag bietet genau zu diesem Thema verschiedene Jugendprojekte an. Kinder und Jugendliche können beispielsweise in Planspielen oder Schülerseminaren die demokratischen Prozesse kennen lernen und ein Gefühl für den Kern unseres Systems, nämlich den Dialog, die Debatte und das Schließen von Kompromissen entwickeln. (https://hessischer-landtag.de/content/seminar-und-bildungsangebote-0)

Anlässlich der Frage, wie man den Austausch und den Dialog zwischen den Parlamenten beim Thema Bildungsangebote verbessern kann, beschloss die Konferenz der Landtagspräsidenten eine Bildungscloud, also eine Datenbank einzurichten. Auf dieser sollen die besten Bildungsangebote, die sogenannten „Best-Practice-Modelle“ der deutschen und österreichischen Landesparlamente, des Bundestags und des Bundesrats für diese zugänglich sein.

Vergangene Woche arbeiteten wir im Bereich Politische Bildung, einem Kollegen aus der IT und einem Kollegen aus Hamburg an dieser „Bildungscloud“. Wir diskutierten die Fragen, welche technischen Funktionen uns das Programm „Share Point“ für die geplante Datenbank bietet und wie man die unzähligen oft sehr unterschiedlichen Projekte kategorisieren kann.

Ausgehend von der letzten Frage analysierte ich eine Sammlung von 75 der „Best-Practice-Modelle“ und nahm eine Kategorisierung vor, die in einen Fragebogen einfloss, der zur Aufstellung der Bildungscloud nun an die Bildungsreferenten der Landtage verschickt wird. Die Rückläufe werden wir dann analysieren und mögliche Veränderungen vornehmen.

Fortsetzung folgt…

 

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